Wir haben es geschafft! Mit nur 42 Stimmen Vorsprung haben wir die Mehrheit im Bezirk Horgen überzeugt und damit die Ablehnung der Teilrevision erreicht. Besonders freut uns, dass auch die Adliswiler Bevölkerung gegen eine Überbauung des Lättens ist. Aber auch aus den anderen Gemeinden kam das Signal, dass Raumplanung künftig nicht weiter über die Bürgerinnen und Bürger hinweg zu Gunsten einiger, weniger laufen kann und wir uns alle für den Erhalt von Grünflächen für uns und unsere künftigen Generationen einsetzen müssen. Die IG Lätten wird weiter die Pläne der Stadt Adliswil beobachten und bedankt sich an dieser Stelle bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die uns in den letzten, intensiven Monaten begleitet haben. Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen.

In der Teilrevision des regionalen Richtplans Zimmerberg der Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg sind folgenschwere Anpassungen in unserem Lebensraum geplant. Stellvertretend für andere zur Umzonung bereits reservierte Gebiete, sei an dieser Stelle der Lätten aufgeführt.

Das Referendum unserer Interessengemeinschaft «Schützt den Lätten» will das landwirtschaftlich und klimatisch wertvolle Gebiet Lätten, welches sich im Gemeindegrenzgebiet Adliswil, Kilchberg und Zürich-Wollishofen befindet, als Reserve für zukünftige Generationen erhalten. Die Stadt Adliswil plant auf dem Grüngürtel ihr produzierendes und emissionsstarkes Gewerbe vom jetzigen Industriegebiet Sood an seine Grenzen zu Kilchberg und Zürich zu verlagern.

Der Lätten ist Teil der Grünen Lunge Zimmerberg, umfasst ca. 15 ha und wird seit Jahrzehnten durch den in der Region bekannten Landwirtschaftsbetrieb Stockengut Kilchberg bewirtschaftet. Zudem ist der Lätten eine der letzten freien Grünflächen in der Region und somit der einzige noch vorhandene Freiraum. Er verfügt über eine lebendige Biodiversität und gilt als eines der grösseren Feuchtgebiete mit kühlender Wirkung in der näheren Umgebung. Die Familiengärten sind Teil des Lättens und seit über 60 Jahren ein wichtiger Rückzugs- und Erholungsort für die Bewohnenden in der Region.

Die IG Lätten vertritt den Standpunkt, dass die von der Stadt Adliswil geplante Verkleinerung des Arbeitsplatzgebiets Sood und dessen Kompensation im heute unüberbauten Gebiet Lätten, wie sie in der Revisionsvorlage vorgesehen ist, abzulehnen ist, da sie grundlegenden raumplanerischen Grundsätzen widerspricht, namentlich

  • dem Gebot der Siedlungsentwicklung nach innen (Verdichtendes Überbauen, durch den ÖV bereits gut erschlossener Gebiete)
  • Stopp der Zersiedlung durch einen haushälterischen Umgang mit dem Boden
  • dem Gebot, Gebiete zu erhalten, die für Erholung, Natur, Landwirtschaft und Siedlungstrennung wichtig sind

Zudem plant die Stadt Adliswil eine verkehrstechnische Sackgasse mit Industrie, Gewerbe und evtl. Wohnungen – und dies weit abseits vom öffentlichen Verkehr. Die IG will den massiven Mehrverkehr und die zeitweise zu erwartende Überlastung der bestehenden Verkehrswege in den angrenzenden Gemeinden verhindern. 

Immer mehr Gewerbeflächen stehen ausserdem im gesamten Bezirk Horgen bereits leer. Müssen es noch mehr werden? Wir benötigen heute mehr denn je grüne Freiräume statt betonierter Leerräume und fordern daher künftig mehr Mitbestimmungsrechte für Bürgerinnen und Bürger in der Planung und Entwicklung ihrer unmittelbaren Umgebung.

Daher setzen wir uns gemeinsam mit unserem Komitee für das NEIN zur Teilrevision des regionalen Richtplan Zimmerberg am 15. Mai 2022 ein!

In unserem Referendum werden wir von folgenden Personen und Organisationen unterstützt:

Die IG Lätten ist als Verein auf die finanzielle Beteiligung an der Abstimmungskampagne durch alle Befürworterinnen und Befürworter des Referendums angewiesen. Helfen Sie uns dabei unser Ziel, das NEIN gegen die Teilrevision des regionalen Richtplans und das JA zum Erhalt der Grünen Lunge Zimmerberg gemeinsam zu erreichen.